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Wir für Siemens

Wir für Siemens e.V. vertritt als Belegschaftsaktionärsverein berechtigt, aktiv und durch persönliche Präsenz die Stimmen von (Belegschafts-) Aktionären auf der jeweiligen Hauptversammlung im Sinne seiner veröffentlichten Zielsetzungen. Die Stimmrechte ergeben sich aus den ihm per (Dauer-)Vollmacht übertragenen Stimmrechten aus dem jeweiligen Aktienbesitz.

Gespräch mit Swen Schulz, Mitglied des Bundestags

Berlin, 03.September 2020

Das Mitarbeiteraktienprogramm bei Siemens (Siemens AG, Healthineers und Energy AG), die steuerliche Förderung und die Sorge um eine effiziente Stimmrechtsvertretung in Hauptversammlungen durch Belegschaftsaktionärsvereine standen im Mittelpunkt eines Gesprächs im Paul-Löbe- Haus in Berlin, dass der Bundestags- Abgeordnete Swen Schulz (SPD) mit „Wir für Siemens e.V.“ und dem Vorsitzenden des

Belegschaftsaktionärsvereins der Evonik, Dr. Dr. Beisswenger, führte.

S. Schulz, T. Ahme, O. Bolduan, R. Sieg und Dr. Dr. Beisswenger im deutschen Bundestag

In einem sehr konstruktiven und mehrstündigen Gespräch konnten wir unsere Anliegen, z.B. die tatsächliche Umsetzung der beabsichtigten verbesserten steuerlichen Förderung sowie die Rückkehr zu Hauptversammlungen als Präsenz-Veranstaltung diskutieren.

Es wurde eine Fortsetzung des Dialogs vereinbart.

Zum Download: Gespräch mit Sven Schulz

Hinweis für Aktionäre zur Stimmrechtsausübung

20.06.2020

Aktionäre, die sich für die Hauptversammlung anmelden, können ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Durch die Anmeldung zur Hauptversammlung wird die erteilte Dauervollmacht automatisch für diese Hauptversammlung aufgehoben. 

Hinweise zu Abstimmungsmöglichkeiten für unsere Mitglieder: 

Im Portal „Internetservice für Aktionäre“ der Siemens AG können Aktionäre Banken bzw. Aktionärsvereinigungen bevollmächtigen ihre Stimmrechte auszuüben bzw. Weisungen zu einzelnen Tagesordnungspunkten zu erteilen. Wie oben beschrieben ist für diesen Fall eine bereits erteilte Dauervollmacht durch die Anmeldung zur Hauptversammlung bereits aufgehoben.

 Wird als Aktionärsvereinigungen WIR für SIEMENS e.V. bevollmächtigt, übt der Verein die Stimmrechte des Aktionärs aus.

 Wird als Aktionärsvereinigungen WIR für SIEMENS e.V. bevollmächtigt und erteilt der Aktionär zu Tagesordnungspunkten die Weisung „Nicht zuzustimmen“ oder „Enthalten“ wird dies entsprechend der jeweiligen Stimmrechte ausgeführt.

Sofern ein Aktionär einer Bank bzw. Aktionärsvereinigungen eine Weisung erteilt hat, erhält dieser auf der Plattform „Internetservice für Aktionäre“ eine Bestätigung.

Stellungnahme zu aktuellen Personalien-Meldungen aus dem Siemens Konzern

02.04.2020

Während die Verbreitung des Corona-Virus die Welt in Atem hält, macht Siemens Schlagzeiten durch Personalentscheidungen:

Der Physiker und (seit September 2019) stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Roland Busch wird Joe Kaeser als CEO der Siemens AG nachfolgen. Hierin sehen wir eine konsistente Nachfolgeplanung, deren Umsetzung nun auch offiziell kommuniziert ist. Wir begrüßen diese Entscheidung. Dr. Busch hatte in der Mobility-Sparte die Weichen erfolgreich in Richtung Zukunft gestellt. Durch seine langjährige Erfahrung als Strategiechef und Chief Technology Officer verfügt Dr. Busch über die erforderlichen Kompetenzen, um das Unternehmen mit Technologiekompetenz und Innovationsgeist voranzubringen. Wir freuen uns, dass mit dieser Personalentscheidung für einen erfahrenen Naturwissenschaftler der Anspruch „Technologiekonzern Siemens“ klar sichtbar ist.

In Zeiten der Corona-Krise haben wir die Erwartung, dass sich die Unternehmensleitung wieder auf die bewährten Siemens-Stärken besinnt. Wir fordern ein Ende der „Ausgliederitis“!

Zu den Turbulenzen im Zusammenhang mit der geplanten Verselbstständigung der Energie-Sparte:

Auch wir wurden von der Nachricht überrascht, dass das vorgesehene Energy-Führungsduo Michael Sen und Klaus Patzak schon 6 Monate nach seiner Bestellung das Unternehmen verlässt. Diese Nachricht so kurz vor dem geplanten Börsengang von Energy hat auch bei vielen unserer Belegschaftsaktionäre Fragen aufgeworfen. Sen und Patzak scheiden laut offizieller Veröffentlichung von Siemens „im gegenseitigen Einvernehmen“ aus, der „Wechsel sei die beste Entscheidung für das neue Unternehmen“. Nachfolgen soll Dr. Christian Bruch, bisher CEO der Engineering-Sparte von Linde sowie Maria Ferraro, derzeit CFO von Digital Industries. Joe Kaeser soll nach dem Börsengang Aufsichtsratschef der neuen Energy AG werden.

In den Medien ist hinsichtlich dieser überraschenden Personalentscheidung von „Tohuwabohu, Bankrotterklärung und Machtkampf“ die Rede. Unabhängig von diesen Bewertungen ist es aus unserer Sicht jetzt wichtiger, nach vorne zu schauen. Wir verlangen, Energy mit soviel Kapital für Innovationen und Investitionen auszustatten, dass eine langfristige Ausrichtung und Sicherung der neuen Gesellschaft ermöglicht wird. Die Siemens AG muss bei Energy – anders als bei OSRAM – langfristig Ankeraktionär bleiben!