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Hier finden Sie alle Beiträge, die älter als 6 Monate sind.

München den 10.12.2019

Die ordentliche Hauptversammlung 2020 der Siemens AG findet am 5. Februar 2020 in der Olympiahalle in München statt.
Nutzen Sie Ihr Stimmrecht selbst oder geben Sie das Stimmrecht an uns weiter.                                                                                                         WIR für SIEMENS e.V. Stimmrechtsvertretung
(möchten Sie später Ihr Stimmrecht wieder selbst wahrnehmen, ist das kein Problem, es gilt immer die aktuelle Anmeldung zur Hauptversammlung)

Berlin den 22.11.2019

Neuer Vorsitzender bei WIR für SIEMENS

Auf der Mitgliederversammlung am 22.11.2019 kandidierte Udo Becker aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Olaf Bolduan auf der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt. Nach seiner langjährigen Tätigkeit u.A. als Betriebsrats Vorsitzender (Dynamo Werk Berlin) bei Siemens und Mitglied im Aufsichtsrats der Siemens AG, war er bereits im Beirat von WfS aktiv.

WfS freut sich mit Olaf Bolduan wieder einen engagierten Kenner der Siemens AG als Vorsitzenden zu haben.  

München den 15.11.2019

B r a n d a k t u e l l:  Bundesregierung plant Verdoppelung des Steuerfreibetrags für Belegschaftsaktien  Download: für weitere Information 

München den 01.11.2019

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer, wir wollen Sie über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom Geschäftsjahr 2019 sowie über das vierte Quartal (Q4) Geschäftsjahr 2019 informieren. Darüber hinaus geben wir Ihnen eine kurze Einschätzung zum industriellen Kern der Siemens AG und der neu gebildeten Siemens Energy.

Geschäftszahlen Geschäftsjahr 2019:

· Der Auftragseingang legte um 7% auf 98,0 Mrd. € zu

· Umsatzerlöse stiegen um 5% auf 86,8 Mrd. €

· Das angepasstes EBITA „Industrielle Geschäfte“ erhöhte sich leicht auf 9,0 Mrd. €;  die Marge der Industrielle Geschäfte betrug 10,9%;

· Der Gewinn nach Steuern lag mit 5,6 Mrd. € unter dem Vorjahreswert; der Vorjahreswert enthielt Gewinne aus der Übertragung der Siemens-Beteiligung an Atos SE an den Siemens Pension-Trust e.V. und dem Verkauf von Anteilen an der OSRAM Licht AG.

· Das Ergebnis je Aktie lag bei 6,41 €

· Siemens schlägt vor, die Dividende um 0,10 € je Aktie auf 3,90 € je Aktie zu erhöhen. 

Siemens zeigte im vierten Quartal 2019 trotz eines sich verschlechternden Investitionsklimas eine kräftige Wachstumsleistung. Die Umsatzerlöse stiegen um 8% auf 24,5 Mrd. €. Der Auftragseingang lag mit 24,7 Mrd. € um 4% über dem hohen Vorjahresniveau. Allerdings litt das für Siemens besonders wichtige Geschäft DI (Digital Industries) unter einer nachlassenden Nachfrage.

Kommentar zum Ergebnis der Siemens AG

WIR für SIEMENS gratulieren den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zum erfolgreich abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019. Das Erreichen dieses hervorragenden Ergebnisses, trotz der grundlegenden Neuaufstellung des Unternehmens und der Vorbereitung des Carve-Outs des Energiegeschäfts, ist eine enorme Leistung der Mitarbeiter.

Kommentar zum Industriellen Kern der Siemens AG

Das rückläufige Ergebnis der DI in Q4 2019 zeigt die künftig deutlich höhere Abhängigkeit von konjunkturanfälligen Branchen wie der Automobilindustrie und dem Maschinenbau. Der Verein WIR für Siemens ist überzeugt, dass es gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wichtig ist, weiter in die Mitarbeiter und das Geschäft zu investieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden fast 500 Mil. € für Kostensparprogramme und Restrukturierungen aufgewendet. Das Unternehmen sollte stattdessen die Mittel besser dafür verwenden, innovativ zu bleiben, Marktanteile zu gewinnen und den Strukturwandel aktiv zu gestalten.

Mit der Abspaltung von Siemens Energy zum Ende des GJ 2020 verringert sich das Umsatzvolumen der Siemens AG um ca. 20 Mrd. €. Eine weitere Aufspaltung des industriellen Kerns von Siemens, über die im Unternehmen heftig spekuliert wird, lehnen wir entschieden ab. Wir erwarten, dass endlich wieder Ruhe (nicht Stillstand) ins Unternehmen einkehrt und der Verlust an Geschäftsvolumen, durch den Spin- Off des Energiegeschäfts, durch neue Geschäftsaktivitäten ausgeglichen wird.

Kommentar zu Siemens Energy

WIR für SIEMENS freuen uns über die Wahl des Namens „Siemens Energy“. Den Namen Siemens im neuen Firmennamen zu verwenden, ist eine Verpflichtung für ein langfristiges Engagement der Siemens AG. Auch folgt hieraus das es eine langfristig Bindung der neuen Gesellschaft an den Siemens Konzern geben muss.

Entsprechend plant WIR für SIEMENS künftig auch Aktionäre der Siemens Energy AG zu vertreten.

WIR für SIEMENS fordert in diesem Zusammenhang:

· Siemens muss langfristig Ankeraktionär der Siemens Energy bleiben.

· Siemens Energy ist mit ausreichend Kapital auszustatten, um das Rating „Investment Grade“ zu erhalten.

· Die Siemens Gamesa Anteile, die an der Siemens Energy hängen, sollen   gehalten und das Geschäft ggfs. integriert werden.

· Siemens Energy soll ein Mitarbeiter-Aktienprogramm für alle Mitarbeiter  aufsetzen.

· Die Selbständigkeit der neuen Gesellschaft muss gewährt bleiben, es darf keine Veräußerung an Wettbewerber erfolgen.

Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) an oder schreiben Sie uns per E-Mail: vorstand@wir-für-siemens.de oder per Post: WIR FÜR SIEMENS e.V., Postfach 33 02 60, 80062 München. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage: www.wir-für-siemens.de

München den 01.09.2019

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

wir hatten in den vergangenen Wochen Anfragen von Mitgliedern die Osram-Aktien besitzen und uns gefragt haben wie sich verhalten sollen (Aktien behalten, verkaufen, an wen?). Wir veröffentlichen deshalb die Stellungnahme der Kollegen/Kolleginnen vom Konzernbetriebsrat und den Arbeitnehmervertreter aus dem Aufsichtsrat Osram.Stellungnahme des Konzernbetriebsrats zum OSRAM Übernahmeangebot durch ams
Der Konzernbetriebsrat hat sich mit dem Angebot von ams intensiv beschäftigt. Wir haben die industrielle und technologische Logik, die hinter dem Angebot steht, verstanden und geprüft. Dennoch sind wir zur Überzeugung gekommen, dass das Angebot für OSRAM und viele seiner Stakeholder, insbesondere die Beschäftigten, mit erheblichen Risiken und Nachteilen verbunden ist, sodass wir den Aktionären empfehlen, das Angebot nicht anzunehmen.
Unsere Begründung im Einzelnen:
Wir halten ams für nicht in der Lage, ein Unternehmen wie OSRAM zu integrieren. Eine gut umgesetzte Integration ist jedoch ausschlaggebend für eine erfolgreiche Übernahme. OSRAM ist dreimal größer als ams und ein Unternehmen mit langer Geschichte und Tradition. ams ist in den letzten Jahren sehr schnell gewachsen und hat wenig Erfahrung mit Übernahmen, insbesondere der Zusammenführung von Unternehmen dieser Größenordnung. Das angekündigte Übernahmeangebot und die weiteren Äußerungen von Vertretern von ams haben gezeigt, dass ams im Wesentlichen an der Technologie von OSRAM im Bereich Optohalbleiter interessiert ist. ams hat zwar erklärt, eine Standortgarantie für die OSRAM Standorte aussprechen zu wollen. Damit wäre aber weder die rechtlich verbindliche und belastbare Verpflichtung zur Unterlassung betriebsbedingter Kündigungen verbunden – die typischerweise bei Übernahmen dieser Art für eine gewisse Zeit ausgesprochen wird – noch der Erhalt der Geschäftsbereiche. Insofern gibt es, anders als öffentlich dargestellt, eben keine Beschäftigungssicherung.
Es ist von ams geplant, den Geschäftsbereich Digital an einen Dritterwerber zu veräußern. Darüber hinaus ist mit dem Ausstieg aus dem Consumer General Lighting LED-Geschäft zu rechnen. Kein Konzept gibt es für die Standorte, insbesondere zum traditionellen Automotive-Bereich. Es ist angekündigt, dass an den Standort Regensburg Geschäft aus dem Standort in Malaysia überführt werden soll, was aus der Sicht der Stammbelegschaft zu begrüßen wäre. Wir haben allerdings Zweifel, ob diese Übertragung von Geschäft wirtschaftlich sinnvoll ist und erfolgreich sein wird.
Weiter hat ams angekündigt, dass in München ein Vorstand seinen Dienstsitz haben soll. Jedoch wird die Führung des Unternehmens in Premstätten bei Graz sein. Damit ist davon auszugehen, dass wesentliche Teile des Münchner Stammsitzes aufgelöst werden. Die Zusicherung, den Personalbereich am Standort München zu belassen, ist vor dem Hintergrund des von ams angekündigten Personalabbaus bei OSRAM zynisch und wird dort demotivierend wirken.
Jährliche Kosten- und Umsatzsynergien von mehr als 300 Mio. Euro werden von ams errechnet, ohne dass diese Synergien spezifisch oder plausibel dargestellt werden. Wir sind der Auffassung, dass in diesen Synergien in erheblichem Maße ein Beschäftigtenabbau einkalkuliert ist.
Aus unserer Sicht fehlt es an einer konsistenten Kommunikation durch ams. Dies hat dazu geführt, dass kein Vertrauen entstand. Das ams Management weiß unserer Einschätzung nach nicht genau, was es bei OSRAM vorhat und welche Aufgaben auf ams als Übernehmer zukommen. Stattdessen finden Anleger eine Internetseite https://www.ams-osram.de/das-angebot/ auf der sich ams als die bessere Lösung präsentiert und um die Andienung der OSRAM Aktien wirbt. Diese Vorgehensweise vor der Angebotsveröffentlichung durch die BaFin werten wir als einen feindlichen Akt, der nicht geeignet ist, das Vertrauen in ams zu stärken.
Offenbar aus Erfahrungen mit dem österreichischen Steuerrecht will ams das geistige Eigentum von OSRAM nach Singapur auslagern. Dies zeigt, dass sich ams mit den Besonderheiten des deutschen Steuerrechts und den Vorteilen, wenn geistiges Eigentum dort verbleibt, wo es geschaffen wurde, nicht beschäftigt hat.
Es ist für den Konzernbetriebsrat nicht nachvollziehbar, warum ams 4,2 Mrd. Euro ausgeben will und dafür bereit ist, dem fusionierten Unternehmen ams und OSRAM eine erhebliche finanzielle Belastung aufzuerlegen. OSRAM wäre sicherlich bereit gewesen, eine Fusion unter Gleichen (sog. Merger of Equals) zu verhandeln, die wir als Alternative zu Übernahme von Seiten der Arbeitnehmervertretung in die Gespräche eingebracht hatten. Der Merger of Equals wäre industriell sinnvoll gewesen, hätte die Integrationsprobleme minimiert und die Ausgabe von 4,2 Mrd. Euro erspart. Die Tatsache, dass ams zu einem solchen Merger of Equals nicht bereit war, zeigt die ungute geistige Triebfeder des Angebots: ams möchte herrschen und die Dinge bei OSRAM in ihrem technologischen Sinn ohne Rücksicht auf die Werte und Fähigkeiten bei OSRAM durchsetzen.

Uns fehlen der Wille und die Bereitschaft von ams zur Gemeinsamkeit.
Als Arbeitnehmervertretung von OSRAM trauen wir ams wegen dieser Grundhaltung und aus den anderen genannten Gründen einen wirtschaftlichen Erfolg der Übernahme von OSRAM nicht zu.
Wir empfehlen als Konzernbetriebsrat die Ablehnung des Angebots von ams.

München Oktober 2019

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,
Der Verein WIR für SIEMENS will Sie über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom dritten Quartal (Q3) des Geschäftsjahrs 2019 informieren. Darüber hinaus gibt der Vorstand des Vereins Ihnen eine kurze Einschätzung zu der Zuordnung von weiteren Unternehmenseinheiten zu Gas and Power (GP).
Geschäftszahlen vom dritten Quartal (Q3) Geschäftsjahr 2019:

  1. Wachstum des Auftragseingangs um 8% auf 24,5 Mrd. €
  2. Wachstum der Umsatzerlöse der Umsatzerlöse um 4% auf 21,3 Mrd. €
  3. Gewinn nach Steuern betrug 1,1 Mrd. €. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,28 €.

Das Ergebnis ist schwächer als erwartet ausgefallen. Insbesondere verzeichnete das Industrie-Geschäft einen Margenrückgang. Von allen Geschäftseinheiten schaffte es lediglich die Einheit Mobility in das vom Vorstand festgelegte Margenband. Die Zahlen enttäuschte die Erwartungen der Analysten und führte zu einem deutlich sinkenden Aktienkurs.
Zuordnung von weiteren Unternehmenseinheiten zu GP
Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass zusätzliche Geschäftseinheiten dem Unternehmen Gas and Power (GP) zugeordnet werden sollen. Die Zuordnung betrifft unter anderem das Marine-Geschäft, die Verteiltrafos, die Wasserstoff-Technologieentwicklung sowie Teile des industriellen Lösungsgeschäfts.
Aus Sicht des Vereins kann die Neuordnung des Portfolios nur funktionieren, wenn langfristig und nachhaltig in die betroffenen Geschäftseinheiten investiert wird und damit verbunden die strategische Ausrichtung der GP und der Siemens AG klar wird. Gemeinsam genutzte Ressourcen und bestehende Vertriebskanäle über die Geschäftseinheiten hinweg müssen erhalten bleiben. Um das Vertrauen der Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen ist die Bekanntgabe des Führungsteams für das neue Gas und Power Unternehmen überfällig.
Wir als Verein fordern auch ein klares Bild eines „Industriellen SIEMENS“ der Zukunft. Wo sind die künftigen Wachstumsfelder und Profit Pools? Nach dem umfassenden Unternehmensumbau sollte die Siemens AG jetzt vom Umstrukturierungsmodus auf Wachstum und Aufbau neuer Geschäfte umschalten.
Das permanente Nachjustieren der Struktur des Unternehmens verstärken Zweifel an der Reife der Unternehmensstrategie und der Geradlinigkeit von Vorstandsentscheidungen. Das Teilen und Zuordnen von Geschäftseinheiten wirkt willkürlich und lässt zum Teil eine industrielle Logik vermissen. Die Börsenzeitung bezeichnet den Zustand der Unternehmens-Aufstellung als „Flickwerk“. Bei den Investoren macht sich langsam Ratlosigkeit breit. Der Aktienkurs ist seit der Bekanntgabe der Vision 2020+ am 7. Mai. 2019 um ca 10 % gesunken. Siemens schneidet damit auch schlechter als die meisten Wettbewerber ab, und das trotz umfangreicher Aktienrückkäufe. Die skeptische Bewertung im Aktienmarkt ist Resultat einer bislang unklaren Strategie und Personalpolitik. Wir fordern für unsere Aktionäre mehr Klarheit über die zukünftige Ausrichtung unseres Unternehmens.

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Düsseldorf den 22.07.2019

Düsseldorf den 22.07.2019Weil die Siemens AG auseinanderdriftet, rücken die beiden Belegschaftsaktionärsvereine enger zusammen

Siemens verabschiedet sich immer mehr von seiner bisherigen Stellung als integrierter Industriekonzern. Nach dem Rückzug bei den Hausgeräten und bei Osram, der Verselbständigung der Medizintechnik und der Ausgliederung der Schienenverkehrstechnik steht nun der bisher radikalste Schritt an: Der Unternehmensbereich Gas and Power (GP) soll im Rahmen eines Spin-off als selbständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. 40% des Siemens-Umsatzes sind davon betroffen.

WIR für SIEMENS e.V. und der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG, e.V., die sich beide die Vertretung der Interessen von Arbeitnehmern als Aktionäre ihres eigenen Unternehmens auf die Fahne geschrieben haben, halten diese Vorgehensweise für falsch und haben sich hierzu vergleichbar geäußert.

Konkret wurde vereinbart, dass die Vereine den üblichen Gedankenaustausch mit der Konzernspitze künftig gemeinsam wahrnehmen werden. Ein gemeinsamer Stand auf den jährlichen Versammlungen der Betriebsräte des Konzerns in Berlin ist geplant.

Ferner sollen temporäre, gemeinsame Arbeitsgruppen zu gemeinsam interessierende Themen Arbeitslasten aufteilen, aber auch den Aktionsradius erweitern. Schließlich wird jeder Verein dem anderen die Möglichkeit bieten, sich den eigenen Pressemitteilungen anzuschließen.

Der Vorstand von WIR für SIEMENS

Statement von WIR für SIEMENS                                                                                                                                                                 zu der Verselbständigung GP und der Unternehmensstrategie Vision 2020+.   (Info for English speakers, see page EN)   

Am 8. Mai 2019 erreichte uns die Meldung zu den nächsten Schritten der Unternehmensstrategie Vision 2020+, inklusive der Verselbständigung und dem Spin-off von Siemens Gas and Power (GP).
Verselbständigung GP

Das GP Geschäft soll in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert, anschließend abgespalten und danach an der an der Börse notiert werde.Das Börsenlisting wird bis zum September 2020 angestrebt. Dabei gibt Siemens die Mehrheit am neuen Unternehmen ab, bleibt aber Ankeraktionär.Die Börsennotierung erfolgt im Zuge einer Abgabe der Aktien an die Siemens-Aktionäre („Spin-off“, Modell Osram). Das Geschäft umfasst die Aktivitäten in den Bereichen Öl und Gas, konventionelle Energieerzeugung, Energieübertragung und die jeweils dazugehörigen Servicegeschäfte. Darüber hinaus plant die Siemens AG, den Mehrheitsanteil (59 Prozent) des Windgeschäfts (Siemens Gamesa Renewable Energy) in die neue Gesellschaft einzubringen.
Die beabsichtigte Trennung vomGP Geschäftbelegt die Unfähigkeit des Managements, ein Geschäft, das noch vor wenigen Jahren hoch profitabel war, so zu transformieren, dass es auch weiterhin ein wertvoller Bestandteil des Siemens Portfolios ist. Die Stromnachfrage wächst weltweit kontinuierlich. Neben erneuerbaren Energien wird Stromerzeugung auf Basis von Gas eine zunehmende Bedeutung erfahren. 2018 basierte noch die Hälfte des in Deutschland erzeugten Stroms auf Braunkohle, Steinkohle und Kernkraft.
Siemens hat im Energiegeschäft eine hervorragende Wettbewerbsposition. Die Markteintrittsbarrieren gerade bei der großen Gasturbine sind sehr hoch. Das Geschäft verfügt über einen sehr hohen Auftragsbestand, insbesondere mit einem umfangreichen hochprofitablen Servicegeschäft. Auch das Geschäft mit Windkraft ist ein wesentlicher Teil der Energiewende.
Wie wir aus den Ausgliederungen von Mobility und Healthineers gelernt haben, sind mit dem Carve Out Kosten im hohen dreistelligen Millionenbereich zu erwarten, insbesondere für Steuerzahlungen und die Transformation. Ein Börsengang ist attraktiv für Investmentbanken und große Anwaltskanzleien und verschlingt weitere Millionen. Diese Kosten müssen erst wieder erwirtschaftet werden. Es gibt bisher keine plausible Aussage des Vorstands, wie angesichts der Kostensparziele auch für GP diese Kosten aufgefangen werden sollen.
Die Absicht sich aus dem GP Geschäft zurückzuziehen, um die derzeit „nur“ einstelligen Margen des Bereichs GP bilanziell nicht mehr konsolidieren zu müssen zeugt von einer vorwiegend am Kapitalmarkt orientierten Strategie. Siemens müsste massiv in die Transformation des Geschäftes investieren, insbesondere um neue Wachstumsfelder wie zum Beispiel Wasserstofftechnologie und Energiespeicher zu adressieren. Die amerikanische Spartenchefin Lisa Davis ist in fünf Jahren an der Spitze jeglichen Beweis schuldig geblieben, dass sie das Geschäft erfolgreich transformieren kann. Eine marktgerechtere Positionierung wurde viel zu spät und völlig unzulänglich in Angriff genommen. Es gibt gerade in Hinblick auf eine Transformation und Weiterentwicklung des GP Geschäfts nachvollziehbare Gründe. Das wird aber nur Erfolg haben, wenn das neue „Powerhouse“ finanziell so ausgestattet wird, dass ein gutes Börsenrating erreichbar ist. Ferner sollte ein neuer CEO Vertrauen bei den Mitarbeitern, Kunden und Investoren schaffen und dann konsequent in Innovationen investieren sowie das Know-How an den deutschen Fertigungsstandorten halten. Den geplanten Ausstieg aus dem Energiegeschäft halten wir von WIR für SIEMENS für einen strategischen Fehler, da das Geschäft mit einem besseren Management langfristig gutes Potenzial hat.
Der Carve Out dieses wesentlichen Teils der Siemens AG führt zu einer Verkleinerung des Konzerns und der Siemens AG. Den Nachweis bleibt der Vorstand bislang schuldig, dass dies Bestandteil einer Wachstumsstrategie für den Konzern ist, Darin liegt auch das strategische Risiko dieser Entscheidung: eine stärkere Fokussierung bedeutet darüber hinaus eine größere Abhängigkeit von kurzzyklischen Geschäften und den Zyklen nur weniger Branchen.

Unternehmensstrategie Vision 2020+

Das Unternehmen steht vor einer grundlegenden Transformation. Den Spekulationen über die Vorbereitung hin zu einer Holding hat der Vorstand eine deutliche Absage erteilt, wie aus dem gemeinsamen Verständnis zwischen Vorstand, GBR und IG Metall zu entnehmen ist. Die Operating Companies Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI) bilden künftig den industriellen Kern von Siemens. Ergänzt wird dieser durch die konzernweiten Technologie- und Serviceeinheiten sowie die Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers. Auch Siemens Mobility soll als Wachstumsgeschäft weiter gestärkt werden. Neben einem geplanten Mitarbeiteraufbau in Höhe von ca. 20.000 Arbeitsplätzen sollen mehr als 10.000 Stellen gestrichen werden. Auf Druck von Gesamtbetriebsrat und IG Metall hat der Vorstand angekündigt, diese Transformation durch Requalifizierung und Versetzungen vorhandener Mitarbeiter umsetzen zu wollen. Aus unserer Sicht wird deren Erfolg ganz stark davon abhängen, inwieweit die Mitarbeiter hier mitgenommen werden.
Die Marge im verbleibenden industriellen Kerngeschäft DI und SI soll langfristig 14 bis 18% erreichen, das ist ungefähr doppelt so viel wie bei BMW oder Daimler. WIR für SIEMENS befürwortet Investitionen in neue Wachstumsfelder wie Elektromobilität, dezentrale Energiesysteme oder Energiespeicher sowie die IoT – dem „Internet of Things“. Die Transformation des Unternehmens und die Steigerung der Profitabilität darf aber nicht auf Kosten der Mitarbeiter gehen. Verbindende Elemente wie gemeinsame Technologieplattformen, gemeinsame Services und die Attraktivität der Marke Siemens müssen erhalten werden.
Das gute Ergebnis des letzten Quartals darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen in den nächsten Monaten aufgrund der geplanten Ausgliederung und des anstehenden Umbaus sich weiterhin stark mit sich selbst beschäftigen wird. WIR für SIEMENS sagt dazu „dies ist weder im Sinne der Mitarbeiter noch der Aktionäre“. In Hinblick auf die im Konzern geplanten Maßnahmen teilen wir die Befürchtungen der Börsenzeitung: „Die Umsetzung einer solchen Operation am offenen Herzen ist fehleranfällig, sie droht die Konzentration auf die Kunden zu schwächen. Die Siemens-Unternehmen werden in der neuen Struktur ihr eigenes Süppchen kochen, wie soll da ein gemeinsamer Auftritt unter der Marke Siemens am Markt gelingen? Der Konzern kann aus Kundensicht seine Identität verlieren.“
Die Zukunft von Siemens wird davon abhängen, inwieweit es dem Vorstand gelingt, die übergreifenden Technologien, Kundenzugänge und Business Services mit Hilfe einer klaren und eindeutigen Konzern–Governance weiterzuentwickeln und damit die Operating Companies und Strategischen Companies zu stärken.

München April 2019

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

wir wollen Sie über eine personelle Änderung bei unseren Vorständen informieren.
Unser Sprecher der Sektion Westen Pietro Bazzoli geht beruflich neue Wege und hat deshalb seine Funktion als Sprecher abgegeben.

WIR für SIEMENS bedanken uns für seine geleistete Arbeit im Verein und wünschen Pietro alles Gute und viel Erfolg in seiner neuen Funktion.

Als Mitglied bleibt er uns treu und wird sicherlich WIR für SIEMENS weiter unterstützen.
Wir freuen uns , dass wir Nadine Florian als neue Sprecherin im Vorstand begrüßen können.

Nadine Florian ist seit vielen Jahren Betriebsratsvorsitzende in Duisburg und als Mitglied der ersten Stunde bei WIR für SIEMENS, vertraut mit den Themen unseres Vereins und der Siemens AG.
Für weitere Informationen (Kontaktdaten und Foto) besuchen Sie unsere Homepage:                                                                                                       https://wir-für-siemens.de/ueber-uns/vorstand/ 
Mit freundlichen Grüßen

Udo Becker,   Prof. Dr. Rainer Sieg,   Thomas Ahme

Info zum zum erstem Quartal (Q1) Geschäftsjahr 2019

Geschäftszahlen vom ersten Quartal (Q1) Geschäftsjahr 2019, München, den 02.02.2018.  

·  Der Auftragseingang stieg um 13% auf vergleichbarer Basis ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
·  Die Umsatzerlöse stiegen um 2% gegenüber Q1 Geschäftsjahr 2018.
·  Gewinn nach Steuern betrug 1,1 Mrd. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 1,26 €.

München Februar 2018

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer, hiermit veröffentlichen wir die Redebeiträge unserer Vorstände Udo Becker und Thomas Ahme. 

Leider wurden die Fragen der Aktionäre und damit auch unsere Fragen von dem Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser nur sehr verschachtelt beantwortet. Dadurch war nicht klar, was eigentlich wirklich gemeint war oder es waren mehrere Antworten denkbar.

Auch unsere konkrete Frage nach den Kosten der Ausgliederung / Börsengang von Mobility und Healtheneers und Aufwendungen für den Steueraufwand wurde lediglich mit Hinweis auf bestehende Veröffentlichungen beantwortet.

Vielleicht hat ja Joe Kaeser indirekt und (un)gewollt die Art der Beantwortung erklärt. Zu Anfang seiner Beantwortung der Fragen der Mitarbeiteraktienvertreter betonte er, dass diese 2,2% vertreten und damit Zweifel aufkommen ließ, ob deren Fragen überhaupt beantwortet werden müssen. Das zeugt nicht gerade von Wertschätzung gegenüber Kleinaktionären. Auch ist das eine Missachtung gegenüber Mitarbeiteraktionären, die oft mit unter 10 Aktien in ihrem Berufsleben anfangen. Da stellt sich die Frage, ob nur Aktionärsvertreter mit über 5.000.000 Aktien ernst genommen werden.

Die seit Gründung von WIR für SIEMENS ständig steigende Zahl von Mitgliedern und der Stimmrechtsvergaben an den Verein zeigen eine deutlich andere Sprache. Allen denjenigen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, danken wir dafür. Wir werden weiter in Ihrem Sinne agieren und weiterhin kritische Fragen stellen und klare Antworten einfordern.

Download: für Rede U.Becker Download: für Rede T. Ahme

Es gilt das gesprochene Wort.

(Info for English speakers, see page EN) 

Wissenswertes über Mitarbeiterkapitalbeteiligung

SCHWERPUNKT MITARBEITERKAPITALBETEILIGUNG2
Lesen hier: BELEGSCHAFTSAKTIEN IN DEUTSCHEN GROSSUNTERNEHMEN
Ein Beitrag von Prof. Dr. Rainer Sieg. Mitglied im Vorstand von WIR für SIEMENS
Download: für weitere Information

Die ordentliche Hauptversammlung 2019 der Siemens Healthineers AG findet am
5. Februar 2019 in der Olympiahalle in München statt.

Nutzen Sie Ihr Stimmrecht selbst oder geben Sie das Stimmrecht an uns weiter.                                WIR für SIEMENS e.V. Stimmrechtsvertretung 

(möchten Sie später Ihr Stimmrecht wieder selbst wahrnehmen, ist das kein Problem, es gilt immer die aktuelle Anmeldung zur Hauptversammlung)
.⇒

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern und Unterstützer für das Vertrauen,                                       dass Sie “WIR für SIEMENS e.V.“  2018 entgegen gebracht haben.  (Geben Sie uns immer gerne Feedback, damit wir uns kontinuierlich verbessern können!)          

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Wir wünschen Euch / Ihnen viel Glück, Gesundheit und ein erfolgreiches neues Jahr.

Info zum Geschäftsjahr 2018 sowie zum vierten Quartal (Q4)München, den 13.11.2018

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,
wir wollen Sie über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom Geschäftsjahr 2018 sowie vom vierten Quartal (Q4) Geschäftsjahr 2018 informieren. Darüber hinaus möchten wir Ihnen eine kurze Einschätzung über die Entscheidung zum Innovationscampus in Berlin sowie die Entwicklung der Aktienkultur im Unternehmen und den Unternehmensumbau geben.

Geschäftszahlen Geschäftsjahr 2018:·  Der Auftragseingang stieg auf vergleichbarer Basis, ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte um 8%.
·  Die Umsatzerlöse stiegen um 2% auf vergleichbarer Basis, ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
·  Gewinn nach Steuern betrug 6,1 Mrd. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 7,12 €.

Geschäftszahlen vom vierten Quartal (Q4) Geschäftsjahr 2018:
·  Der Auftragseingang stieg leicht auf 23,7 Mrd. €.
·  Die Umsatzerlöse erreichten 22,6 Mrd. €.
·  Gewinn nach Steuern betrug 0,7 Mrd. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 0,69 €.

Kurze Einschätzung zu der Entscheidung zum Innovationscampus Berlin:                                                                               Der Zukunftspakt für den Industriestandort Deutschland und die Entscheidung in Berlin einen Innovationscampus zu erschaffen, ist in Zeiten des Strukturwandels das richtige Signal für den Innovationsstandort Deutschland. Wenn es dabei gelingt, gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft, Politik, Betriebsräten und Gewerkschaften den Strukturwandel bei Siemens mit den Werten des Unternehmens wie Pioniergeist und sozialer Verantwortung anzugehen, so findet das die volle Unterstützung unseres Vereins.

Unsere Einschätzung zu der Entwicklung der Aktienkultur im Unternehmen:                                                                       Wir freuen uns über die positive Entwicklung der Mitarbeiteraktionäre auf über 300.000. Den Vorschlag die Dividende um maßvolle 10 Cent auf 3,80€ je Aktie zu erhöhen, unterstützen wir. Das neue Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis zum November 2021 ist aus unserer Sicht dann sinnvoll, wenn damit die Aktienkultur im Sinne der Mitarbeiteraktionäre weiter gefördert wird.

Forderungen an den Vorstand:                                                                                                                                                                 Mit der Neuaufstellung im Rahmen von 2020+ befindet sich das Unternehmen weiter im Wandel. Es kommt darauf an, dass die bestehenden Geschäfte weiterentwickelt, nachhaltiges Wachstum geschaffen und die hervorragenden Kompetenzen der Belegschaft ausgebaut werden. Siemens muss als Marke und breit aufgestelltes Unternehmen erhalten bleiben. Trotz des schwierigen Kraftwerkmarktes gilt dies auch für den Bereich PG, für den wir eine zukunftsorientierte Perspektive fordern. Wir erwarten vom Unternehmen ein Konzept, wie künftig die extrem hohen Kosten für Restrukturierungsprogramme vermieden werden können.

Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg (stellvertretender Vorsitzender des Vereins 0171 8653 860) an
oder schreiben Sie uns per E-Mail: vorstand@wir-für-siemens.de
oder per Post: WIR FÜR SIEMENS e.V., Postfach 33 02 60, 80062 München

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage: www.wir-für-siemens.de Beste Grüße

München, den 02.08.2018

Info zum Q3 Geschäftsjahr 2018 und zur geplanten Neuaufstellung
Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

wir möchten Ihnen eine kurze Einschätzung über die Neuaufstellung des Unternehmens im Rahmen der „Vision 2020+“ geben. Darüber hinaus wollen wir Sie über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom dritten Quartal (Q3) Geschäftsjahr 2018 informieren.

Kurze Einschätzung zu der Neuaufstellung im Rahmen der „Vision 2020+“:
Die von Joe Kaeser vorgestellte Neuorganisation ist eine grundlegende strategische Neuausrichtung des Unternehmens aufgrund des Wandels der Märkte und den Marktchancen im Bereich Digitalisierung.

WIR für Siemens meint dazu:
Gerade in Zeiten dieses umfassenden Wandels darf die Steuerung der Siemens AG durch Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Siemens AG nicht geschwächt werden.
Den Stakeholder-orientierten Ansatz unterstützen wir. Der Umbau des Konzerns soll nicht weiter in Richtung einer Management-Holding fortschreiten,die neuen 3 Divisionen sollen Teil der Siemens AG bleiben.
Trotz stärkerer Fokussierung müssen geschäftsübergreifende Synergien erhalten bleiben.
Die Marke Siemens ist ein wesentlicher Werttreiber und ein Aushängeschild hinsichtlich Pionierleistungen, Verlässlichkeit und sozialer Verantwortung.
Dies darf durch die Neuaufstellung nicht gefährdet werden.
Auch müssen die Mitarbeiteraktienprogramme im Sinne einer Eigentümerkultur ausgebaut und konzernübergreifend angeboten werden.

Unser Verein „WIR für SIEMENS“ sollte als Vertretung der Mitarbeiteraktionäre firmenseitig besser anerkannt und künftig in die Diskussion zur Ausrichtung des Unternehmens einbezogen werden.

Geschäftszahlen vom dritten Quartal (Q3) Geschäftsjahr 2018:
Der Auftragseingang stieg auf nominaler Basis aufgrund eines höheren Volumens aus Großaufträgen um 16%                       auf 22,8 Mrd. €.

Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem Vorjahresquartal vorwiegend bedingt durch Währungsumrechnungseffekte um 4% auf 20,5 Mrd. € zurück.

Gewinn nach Steuern betrug 1,2 Mrd. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 1,36 €, gegenüber 1,67 € im Vorjahresquartal.

München, 03.08.2018                                                                                                                                                                           Dear Members and valued supporters,

we would like to give you a brief evaluation on the reorganisation of our company under the framework of „Vision 2020+ “. In addition, we want to inform you about the business figures of Siemens AG in the third quarter (Q3) of financial year 2018.

Brief evaluation of the reorganisation under the „Vision 2020+“framework:

The new structure introduced by Joe Kaeser is a fundamentally new strategic direction for the company due to the changes in the markets and opportunities in digitalisation.
WIR für SIEMENS comments:

Particularly in times of comprehensive changes, must the control of Siemens AG through the board and the AGM of the Siemens AG not be weakened.

We support the Stakeholder-orientated approach. The reorganisation of the Siemens group should not continue towards a management-holding company. The three new divisions shall remain part of Siemens AG.

Despite the increased focus, cross company synergies must be maintained. The brand SIEMENS is a significant value driver and a flagship in terms of pioneering effort, reliability and social responsibility. This shall not be endangered by the new organisational structure.

In the interest of ownership culture, the employee shareholder programme needs to be extended and offered group-wide.

Our association „WIR für SIEMENS“ should be better acknowledged by the company as representative of employee shareholders. In future we should be involved in the discussions about the direction of the company.
Business figures third quarter (Q3) FY 2018:

The order entry increased on nominal basis due to a volume from large-scale orders by 16% to €22.8 billion.

Sales revenue reduced by 4% to €20.5 billion compared to the previous quarter mainly due to currency conversion effects.

Profit after tax came in at €1.2 billion. The undiluted result per share is €1.36, compared to €1.67 in the previous quarter

Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw.
Prof. Dr. Rainer Sieg (stellvertretender Vorsitzender des Vereins 0171 8653 860) an oder schreiben Sie uns per E-Mail: vorstand@wir-für-siemens.de   oder per Post: WIR FÜR SIEMENS e.V., Postfach 33 02 60, 80062 München

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage – For further information have a look at our homepage:

www.wir-für-siemens.de

Beste Grüße

Udo Becker     Prof. Dr. Rainer Sieg     Thomas Ahme

München, den 10.05.2018
Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,
wir möchten Sie kurz über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom zweiten Quartal (Q2) Geschäftsjahr 2018 informieren. Darüber hinaus geben wir Ihnen eine kurze Einschätzung der Entwicklung des Unternehmens.
Geschäftszahlen vom zweiten Quartal (Q2) Geschäftsjahr 2018:
Der Auftragseingang lag mit 22,3 Mrd. € weiterhin auf einem hohem Niveau.

Die Umsatzerlöse sind mit 20,1 Mrd. € nahezu unverändert gegenüber dem
Vorjahresquartal.

Gewinn nach Steuern betrug 2,0 Mrd. €. Die schlechte Ertragslage im Kraftwerksbereich
wird von anderen Einheiten ausgeglichen. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 2,39 €, von 1,75 € im Vorjahresquartal.
Kurze Einschätzung von WfS zu der Entwicklung des Unternehmens:
Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite haben sich mit dem Abschluss der Sondierungen auf eine Verhandlungsbasis für die Restrukturierung bei PG/PD begeben. Wir begrüßen, dass man nun wieder zu einem sozialpartnerschaftlichen Dialog zurück findet.
Obwohl die schlechte Ertragslage im Kraftwerksbereich von anderen Divisionen ausgeglichen werden, vermissen wir hier bei PG den klaren Weg nach vorne. Die Transformation hin zu Wachstumsfeldern wie z.B. den dezentralen Energiesystemen und damit Entwicklung alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten der betroffenen Bereiche ist notwendig. Es bedarf also grundsätzlich neuer Strategien, um Herausforderungen wie Digitalisierung, Globalisierung, Energiewende oder Fachkräftemangel meistern zu können.
Daher begrüßen wir, dass man sich auch auf einen Zukunftspakt verständigt hat. Dabei kann Siemens sich zu einem Leuchtturm bei der Bewältigung des Strukturwandels in der deutschen Industrie entwickeln und somit langfristige und nachhaltige Perspektiven für Beschäftigte und auch für die Aktionäre schaffen.
Wir freuen uns darüber, dass inzwischen 305.000 Mitarbeiter bei Siemens und damit 80% der Belegschaft weltweit Aktien halten.
In diesem Zusammenhang teilen wir die Forderung des Unternehmens nach einer Erhöhung des Steuerfreibetrages auf ein Niveau über die derzeit geltenden 360 € und bieten dem Vorstand unsere Zusammenarbeit an. Gefordert ist hier zumindest eine Anpassung an internationale Steuerfreibeträge, die im Schnitt bei 3.000 € liegen.

Wichtig ist es auch für die ausgegliederten Töchter, wie zum Beispiel Siemens Gamesa oder in der Zukunft Siemens Alstom, einen Zugang zum Siemens Aktien Programm zu schaffen, da ansonsten die Anzahl der Siemens Belegschaftsaktionäre sinken würde.

Dear members and supporters

We would like to briefly inform you about the business results of Siemens AG in the second quarter of financial year 2018. In addition we provide you with an evaluation of the development of the company.

Business Results – second quarter (Q2) FY 2018:

Order entry remained at a high level with €22.3 billion
Compared to the previous quarter sales revenue has hardly changed with €20.1 billion
Profit after tax came in at €2.0 billion. The poor results in the power generation business are being compensated by other business units. The result per share increased to €2.39 from €1.79 in the previous quarter.
Brief evaluation of the development of the company:

With the completion of explorative talks the employee and employer representatives have agreed the basis for negotiating the restructuring program for PG/PD. We welcome the return to a dialogue in the spirit of social partnership

Even though the poor results in power generation could be levelled out by other divisions, we are missing a clear way forward for PG. The transformation towards growth areas, such as decentralised energy systems and with that the development of alternative opportunities for employment in the affected areas is necessary. Fundamentally new strategies are required to master new challenges in digitalisation, globalisation, energy transformation and the lack of skilled workers.

We therefore welcome that a deal for the future has been agreed. This will give Siemens the chance to develop into a beacon in mastering the structural changes in German industry and thereby create long term and sustainable solutions for employees and shareholders.

We are pleased that 305,000 Siemens employees are holding share, this equals 80% of staff.

In this context we share the demand by the company for an increase of the tax free threshold of €360 and offer the management board our cooperation.

The minimum request is for an adjustment to international tax free allowance, which on average is set at €3000.

For the outsourced subsidiaries like Siemens Gamesa and in future Siemens Alstom, it is important to provide access to the Siemens shareholder program, as otherwise the number of Siemens employee shareholder would reduce
Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage/ For further information have a look at our homepage: www.wir-für-siemens.de 

Beste Grüße

Udo Becker     Prof. Dr. Rainer Sieg     Thomas Ahme

Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg (0171 8653 860) an oder schreiben Sie uns per E-Mail  vorsitzender@wir-für-siemens.de

For any questions please call Udo Becker (Chairman of the association, 0049 (0) 174 1913 530) or Prof. Dr. Raimund Sieg (0049 (0) 171 8653 860) or send us an e-mail to:vorsitzender@wir-für-siemens.de

oder per Post / Postal address: : WIR FÜR SIEMENS e.V., Postfach 33 02 60, 80062 München

Redebeiträge JHV Siemens 2018

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer des Vereins WIR für SIEMENS.

Hier können Sie die Redebeiträge unserer Vorstände T. Ahme und U. Becker auf der diesjährigen Hauptversammlung lesen. (es gilt das gesprochene Wort)

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Thomas Ahme

Sehr geehrte Aktionärinnen,
sehr geehrte Aktionäre,
sehr geehrte Mitglieder der Siemensfamilie,
verehrte Damen und Herren
vom Aufsichtsrat und vom Vorstand,

heute darf ich hier den Mitarbeiteraktionärsverein
“WIR für SIEMENS“ vertreten.
Mein Name ist Thomas Ahme ich bin im Vorstand des Vereins.

Thema Aktienkultur bei Siemens:
Hinsichtlich der Aktienkultur begrüßen wir die Vorschläge von Herrn Kaeser, neue Steuerregeln einzuführen und die Attraktivität der Aktien für die Mitarbeiter und alle Aktionäre zu steigern.
Herr Kaeser, Sie waren einer der Unterzeichner des Berliner Appell zu mehr Vermögensbildung in Mitarbeiterhand. Hier wurde die Bundesregierung aufgefordert, angemessene Anreize für die Mitarbeiterkapitalbildung zu schaffen. Wir unterstützen das Vorhaben der Firmenleitung ausdrücklich und bieten unsere Zusammenarbeit an.

Wir als Verein “WIR für SIEMENS“ haben den ehemaligen Finanzminister Schäuble und die ehemalige Arbeitsministern Nahles mit einer ähnlichen Forderung angeschrieben.

Herr Kaeser, an anderer Stelle haben sie das Ziel verkündet, dass es 200.000 Mitarbeiteraktionäre bei Siemens geben soll.
Heute zeigten Sie uns, dass wir 186.000 Mitarbeiteraktionäre sind.
Wie wollen Sie das Ziel erreichen, wenn immer mehr Bereiche wie Helthineers, SiemensGamesa, und zukünftig auch die Moblity Sparte mit Alstom aus der Siemens AG ausgegliedert werden und nicht mehr an dem Siemens Aktienprogramm teilnehmen sollen?

Ich bin einer der Mitarbeiter, die bei der Mitarbeiterbefragung mit 91 % das hohe Maß der Verbundenheit zum Unternehmen angeben haben. Ich bin jetzt über 30 Jahre bei Siemens.
Seit letztem Jahr bin ich Mitarbeiter bei SiemensGamesa.

Hier gab es jetzt vor Weihnachten eine große Enttäuschung.
Das Siemens Board hatte beschlossen, keine Siemens Aktienprogramme mehr den SiemensGamesa Mitarbeitern anzubieten.
Vom Off-Shore Service Techniker über den Fertigungsmitarbeiter im neuen Werk in Cuxhaven bis hin zum leitenden Angestellten in Hamburg, alle waren enttäuscht.
Es war allen Mitarbeitern ein Aktienprogramm in Aussicht gestellt worden, nicht unbedingt von Siemens. Aber es gab dann auch kein Aktienprogramm bei SiemensGamesa.
Auch am Protfit Sharing sollten wir nicht teilnehmen.

Und das Share Matching soll auch nicht in der bekannten Form durchgeführt werden.

Hierüber sind alle Mitarbeiter sehr enttäuscht.

Warum muss es jetzt zwei Klassen von Mitarbeitern im Siemenskonzern geben?

Warum kann es nicht ein Siemensaktienprogramm für den steuerlichen Begünstigten Anteil (BIP) bei Siemens geben und für die jeweiligen Konzerntöchtern ein eigenes Aktienprogramm (MIP), dies würde die Eigentümerkultur bei den Töchtern und bei Siemens fördern.
Welchen Einfluss werden die Siemens Vorstandsmitglieder im SiemesGamesa Board nehmen, um bei Siemens Gamesa eine Aktienprogramm umzusetzen?

Der laufende in 2015 genehmigte Aktienrückkauf sollte für diese Programme, auch bei den Konzerntöchtern dienen.
Es muss selbstverständlich sein, dass ALLE Mitarbeiter von Siemens, bei der die
Siemens AG die Aktienmehrheit hat, auch an diesen Programmen partizipieren.

Herr Kaeser, die Integration von Siemens mit Gamesa läuft.
Der zweitgrößte Aktionär bei SiemensGamesa ist Iberadrola.
Hier gibt es Gerüchte das Iberadrola Aufträge von SiemensGamesa abgezogen hat und diese zu dem Mitbewerber Vestas gegeben hat.
Welchen Wahrheitsgehalt hat dieses Gerücht?

Bei Siemens Gamesa haben wir zurzeit große Probleme mit einer sachgerechten Kommunikation in die Belegschaften.
Es werden nicht alle Rechte der Arbeitnehmer und der Arbeitnehmervertreter geachtet.

Herr Kaeser, wie stellen sie es in der Zukunft sicher, dass dieses bei Siemens Gamesa unterbleibt und auch bei dem Alstom Mobilty Zusammenschluss diese Vorgehensweisen sich nicht wiederholt?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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U. Becker

Sehr geehrte Aktionärinnen,
Sehr geehrte Aktionäre,
verehrte Damen und Herren vom Aufsichtsrat und vom Vorstand,

auch heute darf ich hier den Aktionärsverein “WIR für SIEMENS“ vertreten. Inzwischen vertreten wir fast 2000 Aktionäre. Das sind überwiegend keine Großaktionäre und zu über 95% aktive und ehemalige Mitarbeiter der Siemens AG. Und gerade deshalb sollte man auf Sie hören, auch wenn das zu vertretene Kapital nicht sehr groß ist. Es ist sicherlich jedem hier im Saal bewusst, dass bei vielen die Sorgen größer sind, als das Vertrauen in die Zukunft. Ich denke, wer heute Morgen hier durch den Haupteingang gekommen ist, konnte das auch optisch wahrnehmen.

Der Verein „WIR für SIEMENS“ lehnt die Entlastung des Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser sowie die Entlastung des Mitglieds des Vorstandes Lisa Davis ab. Die breite öffentliche Resonanz und Kritik auf den massiven Abbau unter anderem in Berlin, Duisburg, Erfurt, Erlangen, Görlitz, Leipzig, Mülheim, Nürnberg, Offenbach, St. Ingbert sowie den Standorten der Region Deutschland und der ausländischen Standorte hat deutlich gemacht, dass Rekordgewinne und der als alternativlos bezeichneter Abbau nicht zusammenpassen. Auch unser Verein hat eine Petition bekommen. Herr Käser, Sie haben die Petition ja bereits, deshalb von mir hier nur symbolisch überreicht. Sie haben in Ihrer Rede heute Morgen von einem miteinander und nicht gegeneinander bei der Zusammenarbeit gesprochen. Ich bin mir sicher, dass insbesondere die Mitarbeiter der eben genannten Standorte ihnen gut zugehört haben. Auch bin ich mir sicher, dass man Sie in einem oder zwei Jahren daran messen wird.
Wenn Milliardengewinne fast gleichzeitig mit Standortschließungen und Stellenabbau kommuniziert werden, dann wird für viele Menschen die Gesellschaftsordnung in Frage gestellt. Dieses Vorgehen hat dem Ansehen des Unternehmens geschadet. Viele fragen zu Recht, wie es mit der vom Vorstand viel beschworenen Eigentümerkultur und der sozialen Verantwortung bestellt ist. Bisher war es Siemens Kultur, Herausforderung nicht gegen, sondern mit der Belegschaft zu lösen. Darüber hinaus geht es um die Marke Siemens. Pioniergeist, Innovationen, soziale Verantwortung sowie motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren und sind nach wie vor wichtige Erfolgsfaktoren für unser Unternehmen. Der Abbau und die Schließungspläne, von Herrn Kaeser in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender als alternativlos bezeichnet, sind der Marke Siemens nicht würdig. Daher fordern wir keine Entlastung.
Wir fordern im Sinne unseres Gründers innovative und nachhaltige Lösungen für die betroffenen Geschäftseinheiten. In ihrer Funktion als Mitglied des Vorstandes für den Energiebereich ist Lisa Davis dieser Verantwortung mit ihrem Management nicht nachgekommen. Daher können wir auch sie nicht entlasten.
Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wenn auch sie für Langfristigkeit sind, folgen Sie uns. Es ist Zeit ein Zeichen zu setzen.
Was die Struktur des Unternehmens betrifft, so lehnen wir eine weitere Zergliederung und Filetierung ab. Nur mit einer breiten Aufstellung können Marktrisiken ausgeglichen und Synergien geschaffen werden. Um die Herausforderungen der Zukunft langfristig zu meistern, braucht es Investitionen, Freiräume für kreatives und innovatives Arbeiten sowie eine systematische nachhaltige Personalentwicklung. Kurzsichtige, rein margengetriebene Entscheidungen gefährden das Unternehmen und beschädigen das Vertrauen in die Marke Siemens.
Natürlich ist allen Aktionären bewusst, dass wir heute eine der besten Bilanzen mit 6,2 Milliarden Gewinn haben und einen der besten Kurswerte der Firmengeschichte zeichnen. Aber ,liebe Aktionärinnen und Aktionäre zu welchem Preis.
Nachdem der Siemens-Anteil am führenden Hausgerätegeschäft verkauft, die Bahnsparte mit dem französischen Rivalen Alstom zusammengelegt, das Lichtgeschäft Osram ausgegründet, das Windgeschäft mit dem Spanier Gamesa zusammengelegt wurde, fragen sich viele, was ist Siemens heute noch? Und demnächst ist ja noch der hochprofitable Gesundheitsbereich Healthineers dran.
Viele sprechen bereits von einer Zerlegung der Siemens AG.

Das bei Einkäufen, Zusammenlegungen und Umorganisationen nicht immer ein glückliches Händchen bewiesen wurde, wie zum Beispiel aktuell bei Dresser Rand oder bei Gamesa, scheint eher eine alte Tradition als ein derzeitiges Problem bei Siemens zu sein. Wie sehen die konkreten Pläne von Zu- oder Verkäufe für das laufende Geschäftsjahr aus?
Am 11. November 2015 hat die Siemens AG ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Mrd. Euro beschlossen. Hierzu wird gleich der Kollege Ahme sprechen.
Es stellt sich die Frage, wie die zukünftigen Mitarbeiteraktienprogramme aussehen werden. Und zwar ganz konkret stellt sich die Frage, ob die Mobility oder die Healthineers Mitarbeiter weiterhin Zugang zu den Siemensaktienprogrammen erhalten?

Hinsichtlich der Aktienkultur begrüßen wir die Vorschläge von Herrn Kaeser, neue Steuerregeln einzuführen und die Attraktivität der Aktien für die Mitarbeiter und alle Aktionäre zu steigern. Wenn das keine Lippenbekenntnisse sind, unterstützen wir das Vorhaben der Firmenleitung ausdrücklich und bieten unsere Zusammenarbeit an. Herr Snabe, zuerst einmal alles Gute für ihre zukünftige Aufgabe. Vielleicht können Sie sich an dieser Stelle positiv einbringen. WIR für SIEMENS ist pro Siemens.
Über die vielen Schreiben, die uns erreicht haben, wobei einige sicherlich auch unter Fake News einzuordnen sind, werde ich nicht näher eingehen. Kein Fake ist allerdings das viele unserer Mitglieder sich Sorgen machen, dass mit King Joe, wie Herr Kaeser ja oft genannt wird, es ausgerechnet ein Siemensianer ist, der Siemens zerschlägt. Herr Kaeser, zeigen Sie allen, dass diese Sorgen unberechtigt sind. Und dass auch Sie am dauerhaften Bestehen unserer Firma interessiert sind und sich nicht nur den aktuellen Finanzmärkten beugen. Herr Kaiser, Sie haben heute Morgen berichtet, dass Siemens bedeutend mehr Mitarbeiter hat, als viel sehr bekannte andere Unternehmen. Sorgen Sie dafür, dass das auch in fünf Jahren noch gesagt werden kann.
Zum Abschluss möchte ich mich bedanken. Neben den eben beschriebenen Problemen hat das Unternehmen in vielen Geschäftsfeldern sehr erfolgreich agiert. Unser Dank von „WIR für SIEMENS“ dafür, gilt allen Beteiligten, insbesondere den Belegschaften.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Becker,   Prof. Dr. Rainer Sieg,   Thomas Ahme

WfS auf der Hauptversammlung am 31.01.2018 in München

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer des Vereins WIR für SIEMENS.

Auf der diesjährigen Hauptversammlung stehen für uns die Themen Entlastung von Mitgliedern des Vorstandes, Struktur des Unternehmens sowie die Aktienkultur im Fokus.

Der Verein WIR für SIEMENS lehnt die Entlastung des Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser sowie die Entlastung des Mitglieds des Vorstandes Lisa Davis ab.

Die breite öffentliche Resonanz und Kritik auf den massiven Abbaus unter anderem in Berlin, Duisburg, Erfurt, Erlangen, Görlitz, Leipzig, Mülheim, Nürnberg, Offenbach, St. Ingbert sowie der ausländischen Standorte hat deutlich gemacht, dass Rekordgewinne und als alternativlos bezeichneter Abbau nicht zusammenpassen. Wenn Milliardengewinne fast gleichzeitig mit Standortschließungen und Stellenabbau kommuniziert werden, dann wird für viele Menschen die Gesellschaftsordnung in Frage gestellt. Das Vorgehen hat dem Ansehen des Unternehmens geschadet. Viele fragen dann zu Recht, wie es mit der vom Vorstand vielbeschworenen Eigentümerkultur und sozialen Verantwortung bestellt ist. Bisher war es Siemens Kultur, Herausforderung nicht gegen, sondern mit der Belegschaft zu lösen.

Darüber hinaus geht es um die Marke Siemens. Pioniergeist, Innovationen, soziale Verantwortung und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach wie vor wichtige Erfolgsfaktoren für unser Unternehmen. Die von Herrn Kaeser in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender als alternativlos bezeichneten Abbau und Schließungspläne sind der Marke Siemens nicht würdig. Daher können wir ihn nicht entlasten. Wir fordern im Sinne unseres Gründers innovative und nachhaltige Lösungen für die betroffenen Geschäftseinheiten. In ihrer Funktion als Mitglied des Vorstandes für den Energiebereich ist Lisa Davis dieser Verantwortung mit ihrem Management nicht nachgekommen. Daher können wir auch sie nicht entlasten.

Was die Struktur des Unternehmens betrifft, so lehnen wir eine weitere Zergliederung und Filetierung ab. Nur mit einer breiten Aufstellung können Marktrisiken ausgeglichen und Synergien geschaffen werden. Um die Herausforderungen der Zukunft langfristig zu meistern, braucht es Investitionen, Freiräume für kreatives und innovatives Arbeiten sowie eine systematische, nachhaltige Personalentwicklung. Kurzsichtige, rein margengetriebene Entscheidungen gefährden das Unternehmen und beschädigen das Vertrauen in die Marke Siemens.

Am 11. November 2015 hat die Siemens AG ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Mrd. Euro beschlossen. Der Aktienrückkauf dient u.a. den Zwecken der Einziehung von Aktien, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands. Wir fordern den Vorstand auf, die zurückgekauften Aktien insbesondere für aktienbasierte Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogramme, wie zum Beispiel die Programme Siemens Profit Sharing oder Share Matching Pläne der Gesellschaft und insbesondere auch mit ihr verbundener Unternehmen, wie zum Beispiel Siemens Gamesa, zu verwenden. Es muss selbstverständlich sein, dass ALLE Mitarbeiter von Siemens, bei der die Siemens AG die Aktienmehrheit hat, auch an diesen Programmen partizipieren können.

Hinsichtlich der Aktienkultur begrüßen wir die Vorschläge von Herrn Kaeser neue Steuerregeln einzuführen und die Attraktivität der Aktien für die Mitarbeiter und alle Aktionäre zu steigern. Wir unterstützen das Vorhaben der Firmenleitung ausdrücklich und bieten unsere Zusammenarbeit an.

Neben den oben beschriebenen Problemen hat das Unternehmen in vielen anderen Geschäftsfeldern sehr erfolgreich agiert. Dies hat zu dem respektablen Gewinn, einem hohen Aktienkurs und zu einem attraktiven Dividendenvorschlag geführt. Der Dank dafür gilt allen Beteiligten, insbesondere den Belegschaften.

Gut zwei Jahre nach der Gründung von WIR für SIEMENS vertreten wir über 1.800 Aktionäre, mit stark steigender Tendenz. Wir freuen uns über jede Stimmrechtsvertretung oder jede Mitgliedschaft. Denn auch hier lautet das Motto: Gemeinsam sind wir stark und je mehr wir sind, desto stärker sind wir.

Bei Fragen rufen Sie einfach an, Udo Becker (0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg (0171 8653 860)                                                                     oder schreiben Sie uns: vorsitzender@wir-für-siemens.de

Mit freundlichen Grüßen
Udo Becker          Prof. Dr. Rainer Sieg        Thomas Ahme

INFO ZUM 4. QUARTAL 2017

München, den 15.11.2017
Liebe(r) Besucher(in),,

wir möchten Sie kurz über die Geschäftszahlen der Siemens AG des Geschäftsjahres 2017 sowie des vierten Quartals
des Geschäftsjahrs 2017 informieren. Darüber hinaus geben wir Ihnen eine Einschätzung zur Entwicklung des Unternehmens.

Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2017:
Geschäftserwartungen erfüllt, strukturelle Probleme im Kraftwerksgeschäft
Der Auftragseingang lag mit 85,7 Mrd. € 2% unter dem Niveau des letzten Jahres.
Der Auftragseingang in der Division PG ging um 30% zurück.

Die Umsatzerlöse nahmen vergleichbar um 3% auf 83,0 Mrd. € zu.

Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts stieg um 8% auf 9,5 Mrd. €.

Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 11% auf 6,2 Mrd.

Das Ergebnis je Aktie lag bei 7,44 € (Vorjahr 6,74 €).

Geschäftszahlen Q4 2017: Hoher Auftragseingang
Der Auftragseingang stieg mit 23,7 Mrd. € um 16% gegenüber dem Vorjahr an.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 1% auf 22,3 Mrd. € (einschließlich der Konsolidierung von Mentor Graphics und Gamesa).

Der Gewinn nach Steuern und das Ergebnis je Aktie nahmen um 10% auf 1,3 Mrd. € beziehungsweise 1,57 € zu.
Die Ergebnis-Marge lag bei 9,7% (ggü. Vorjahr 10,7%).

Einschätzung von WIR für Siemens zur Entwicklung des Unternehmens:
Wir freuen uns über die positive Entwicklung der Siemensaktie in den vergangenen Jahren. Die Aktie ist seit Sommer 2013
um mehr als 50 Prozent gestiegen.
Allerdings gibt es weiterhin im gesamten Unternehmen massive Unruhe durch Abbauprogramme und Verlagerungen insbesondere bei PG, PD
und Siemens Gamesa.
Die Kommunikationspolitik im Vorfeld der jetzt angekündigten Maßnahmen hat dem Image des Unternehmens geschadet und Mitarbeiter, Kunden und Investoren verunsichert. Das Vorgehen steht im Widerspruch zu Joe Kaeser‘s Ziel, das Unternehmen beruhigen zu wollen und ist konträr zum bisherigen Ansatz, Herausforderung nicht gegen sondern
mit der Belegschaft zu lösen
. Statt kostspielger Abbauprogramme erwarten wir mehr Investitionen und neue Ideen, um Wachstumsmärkte besser adressieren zu können.

Was die Unternehmensstruktur insgesamt betrifft, so zeigt der Einbruch in der Windsparte Siemens Gamesa, dass eine
Verselbstständigung nicht zwingend zu wirtschaftlich besseren Ergebnissen führt. Wir sind nach wie vor der Auffassung,
dass eine Zergliederung des Unternehmens falsch ist. Damit wird die Marke Siemens beschädigt und die Ausrichtung auf gemeinsame Kundenmärkte geschwächt. Es gilt die Integrationspotenziale zu nutzen und damit Siemens als Ganzes voranzubringen.

Bei Fragen rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Einfach über unsere Homepage oder unter folgender Adresse:
WIR für SIEMENS e.V.,
Postfach 33 02 60, 80062 München

Mitgliedertreffen am 05.10.2017

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer des Vereins WIR für SIEMENS,
anlässlich der Wahl des Siemens Aufsichtsrates am 05. Oktober 2017 in Berlin, möchten wir alle WIR für SIEMENS Mitglieder zu einem Treffen einladen.
Treffpunkt ist der Raum II im Hotel Estrel.
Zeitpunkt: 30 Minuten nach Verkündung des offiziellen Ergebnisses durch den Hauptwahlvorstand. Wir wollen den neu gewählten Aufsichtsräten zur Wahl gratulieren und mit diesen in den Dialog treten.
Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen und anregende Gespräche!
Der Vorstand des Vereins WIR für SIEMENS steht allen interessierten Siemens-Mitarbeiten für Fragen, Diskussionen und Informationen ab 12.00 Uhr im obengenannten Raum zur Verfügung.
Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg (0171 8653 860) an oder schreiben Sie uns per E-Mail: vorsitzender@wir-für-siemens.de oder per Post:
WIR FÜR SIEMENS e.V., Postfach 33 02 60, 80062 München
mit freundlichen Grüßen
WIR-für-SIEMENS e.V. 1. Vorsitzender Udo Becker Telefon 0174 / 1913530 Mail: vorsitzender@wir-für-siemens.de > Homepage: www.wir-für-siemens.de <

27.09.2017 Zusammenlegung der Mobility-Sparte von Siemens mit Alstom

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,
wir möchten Ihnen eine kurze Einschätzung zu der Zusammenlegung der Mobility-Sparte von Siemens mit Alstom geben.

Der Verein WIR für SIEMENS e.V. kann nachvollziehen, dass vor dem Hintergrund des sich verschärfenden globalen Wettbewerbs eine europäische industriepolitische Perspektive in der Bahntechnik geboten ist. Die Zusammenlegung von Siemens und Alstom ist daher aus unserer Sicht plausibel. Es kommen zwei starke Partner zusammen. Siemens ist im Bereich Mobility gut aufgestellt, verfügt über moderne, hochproduktive Werke und erreichte zuletzt sehr gute Ergebnis-Margen. Mit der Zusammenlegung ist die Möglichkeit verbunden, die Mobilitätssparte und Mobilitätslösungen langfristig und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Wir begrüßen darüber hinaus ausdrücklich die Absicht, dass die Siemens AG langfristig größter Aktionär der neuen Gesellschaft bleiben will. WIR für SIEMENS fordert, dass die Mobility-Sparte inklusive der Signaltechnik auch nach dem Zusammenschluss mit Alstom wesentlicher Bestandteil in der Strategie der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung (E-A-D) im Siemens Konzern ist und bleibt.

Allerdings stellen sich insgesamt auch Fragen nach einer Gesamtstrategie des Konzerns neu.
Wir müssen feststellen, dass nach Healthineers und Siemens Gamesa nun mit der Mobility-Sparte die dritte Division betroffen ist, die aus der Siemens AG und den Landesgesellschaften herausgelöst und weitestgehend als eigenständiges Unternehmen aufgestellt wird. Es ist unklar, ob und wie weit der Vorstand diese Form der Verselbständigung noch bei anderen Divisionen ins Auge fasst. Hier fordern wir eine klare und eindeutige Aussage von Vorstand und Aufsichtsrat! WIR für SIEMENS ist der Überzeugung, dass die von Vorstandschef Kaeser immer wieder hervorgehobene Kette der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung keine weiteren Verselbstständigungen mehr verträgt, ohne die Substanz des Unternehmens anzugreifen.

Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg (0171 8653 860) an oder schreiben Sie uns per E-Mail an.

Beste Grüße
München, den 27.09.2017
WIR-für-SIEMENS e.V. 1. Vorsitzender Udo Becker Telefon 0174 / 1913530 Mail: vorsitzender@wir-für-siemens.de < Homepage: www.wir-für-siemens.de>

14.08.2017 Info zu aktuellen Themen

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

wir informieren Sie im Folgenden kurz über die Geschäftszahlen der Siemens AG zum dritten Quartal (Q3) des Geschäftsjahres 2017.
Darüber hinaus geben wir Ihnen unsere Einschätzung von WIR-für-SIEMENS e. V. zu Unternehmens- und Portfolioentwicklungen sowie der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Joe Kaeser bekannt.

Geschäftszahlen > Solides Quartal, aber Auftragseingang gesunken:

Der Auftragseingang ist um 6% auf 19,8 Mrd. € gesunken. Ausschlaggebend war ein starker Volumenrückgang bei Großaufträgen von Power and Gas (PG).
Die strukturellen Anpassungen bei Process Industries and Drives (PD) dauern an.
Die Umsatzerlöse sind um 8% gegenüber Q3 Geschäftsjahr 2016 auf 21,4 Mrd. € gestiegen.
Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts stieg im Vorjahresvergleich um 3% auf 2,3 Mrd. €.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,74 €, im Vergleich zu 1,64 € in Q3 im Geschäftsjahr 2016

Kommentar WIR-für-SIEMENS e.V.: PG ist eine der tragenden Säulen des Unternehmens. Hinsichtlich des starken Volumenrückgangs bei der PG erwartet der Verein WIR für SIEMENS e.V. alternative Konzepte  und Lösungen, um Siemens bei einem weltweit wachsenden Energiebedarf strukturell konkurrenzfähig aufzustellen. Dafür müssen vorhandenes Know How und Kapazitäten genutzt werden. Es ist unklar, welche Zukunftspläne der Vorstand hier hat, um proaktiv die strukturellen Herausforderungen zu meistern, die langfristig zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit auf den sich wandelnden globalen Märkten beiträgt.

Einschätzung zu der Vertragsverlängerung von Joe Kaeser:

Kommentar WIR für SIEMENS e.V.: Für den Verein WIR für SIEMENS e.V. ist die Vertragsverlängerung von Joe Kaeser konsequent, um die Vision 2020 zu  Ende zu bringen. In den vier Jahren seiner Amtszeit ist es gelungen, das Ergebnis zu steigern, die Projektbelastungen zu reduzieren und den Aktienkurs des Unternehmens zu einem Hoch zu führen.
Bisher zahlten allerdings die Beschäftigten den Preis dafür, bedingt durch rigorose Sparprogrammen und permanenter weltweiter Umorganisationen sowie Abbau von Personal, besonders in Deutschland und Europa. WIR-für-SIEMENS e.V. fordert: „Das muss aufhören“.  Mit der Vertragsverlängerung verbinden wir also die Erwartung, dass weiter auf Wachstum und Innovationen gesetzt wird. Regionale Kompetenzen müssen klar definiert und konsequent gestärkt werden. Dabei ist wieder verstärkt auf die Kompetenzen und die Innovationsfähigkeit des Standorts Deutschland und Europa zu setzen.

Unternehmens- und Portfolioentwicklungen:

Die gute Performance am Aktienmarkt darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Kernbereichen des Unternehmens Nachholbedarf gibt:

Power und Gas steht vor weitreichenden Strukturänderungen (siehe Kommentar oben).

Der Großmaschinenbau der PD erfüllt weder die Ergebnis- noch die AE Erwartungen.

Das Unternehmen hat eine negative Book-to Bill Rate, was Kapazitätsanpassungen mit wieder großen Kostenbelastungen für die Zukunft bedeuten kann.

Die Digitale Fabrik, die ist dank diverser Akquisitionen gut aufgestellt ist.
Diverse Zentren der Digitalisierung, gerade in Deutschland, lassen auf Wachstum auch im Inland hoffen.

Das sogenannte indirekte Managen der Mehrheitsbeteiligung Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) in der Windsparte war im ersten berichteten gemeinsamen Quartal offensichtlich nicht besonders erfolgreich, was der gesunkenen Auftragseingang zeigt.

Sehr kritisch sieht WIR-für-SIEMENS e.V. die Diskussion um einen möglicherweise in den USA geplanten Börsengang der Medizinsparte Healthineers. Ein Börsengang allein in den USA würde einen unnötigen regulatorischen Aufwand sowie weitere Risiken bedeuten und wäre für uns höchstens als Zweitnotierung neben Deutschland denkbar.

Die Zukunft der gesamten Mobilitätssparte mit den dazugehörigen Motoren ist angesichts des chinesischen Zugherstellers CRRC und Presseberichten über einen möglichen Zusammenschluss mit Bombardier unklar. Hier darf es nach Meinung von WIR-für-SIEMENS zu keiner Übernahme durch Bombardier kommen.
Kommentar von WIR-für-SIEMENS e.V.:  In Deutschland erwirtschaftete Bombardier in den letzten fünf Jahren Verluste (Stand: 2017), ein Stellenabbau ist geplant. Verschiedene Entwicklungs- und Fertigungsstellen sollen an bestimmten Standorten zusammengelegt werden, beispielsweise der Lokomotivbau in Kassel und die zugehörige Entwicklung in Mannheim.

Im Bereich Mobility befindet sich auch die Siemens Verkehrstechnik. Ein Weggang von Siemens würde wieder ein Identitätsverlust für Siemens, insbesondere in den Städten und Kommunen bedeuten.

Darüber hinaus ist unklar, was der von Herrn Kaeser beschriebene „Flottenverband“ am Ende fürs Unternehmen, die Aktionäre und die Mitarbeiter bedeutet.

Eine Holdingsstruktur lehnen wir ab. Wenn das Unternehmen Siemens in eine Holding zergliedert wird, dann beschädigt das nicht nur die Marke Siemens. Auch die Zusammenarbeit und technologischen Synergien zwischen den Divisionen werden schwieriger bis unmöglich, bereits heute muss hier immer wieder nachjustiert werden.

Das würde einer langfristig nachhaltigen Unternehmensentwicklung entgegen laufen. Auch hat Siemens mit Mehrheitsbeteiligungen wenig Erfahrungen.

So stehen weitreichende Fragen zur Zukunftsausrichtung und zum zukünftigen  Profil des Unternehmens in den nächsten Jahren an. Joe Kaeser muss beweisen, dass der sich endlich wieder entsprechend dem Dax entwickelnde Aktienkurs auf einer nachhaltig langfristigen Entwicklung des Unternehmens basiert.

Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg (0171 8653 860) an oder schreiben Sie uns per E-Mail:

vorsitzender@wir-für-siemens.de oder per Post:
WIR FÜR SIEMENS e.V., Postfach 33 02 60, 80062 München

08.05.2017 Info zu aktuellen Themen

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

wir möchten Sie kurz über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom zweiten Quartal (Q2) Geschäftsjahr 2017 informieren.

Darüber hinaus geben wir Ihnen unsere Einschätzung zu den Medienberichten über eine mögliche Fusion von Siemens Mobility mit Bombardier Transportation.

Geschäftszahlen: Wesentliche Margenverbesserungen bei fast allen industriellen Geschäften:

  • Höchster Auftragseingang innerhalb der letzten fünf Quartale.
  • Die Umsatzerlöse sind um 6% gegenüber Q2 Geschäftsjahr 2016 gestiegen.
  • Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts ist im Vorjahresvergleich um 18% auf 2,5 Mrd. € angestiegen. Mobility und Wind Power erzielen jeweils eine zweistellige Ergebnismarge.
  • Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,79 €, im Vergleich zu 1,78 € in Q2 Geschäftsjahr 2016

Einschätzung zu den Medienberichten über eine mögliche Fusion von Siemens Mobility mit Bombardier Transportation:

Laut Medienberichten nehmen Siemens und Bombardier einen erneuten Anlauf zur Fusion ihrer Bahnsparten. Dabei sei ein Gemeinschaftsunternehmen geplant, die Gespräche dazu seien weit fortgeschritten, doch müssten unter anderem noch technische Fragen geklärt werden. Einige Medien berichten, dass beide Partner die Gemeinschaftsfirma voll in die eigene Bilanz einbeziehen wollen.

Der Verein WIR für SIEMENS e.V. kann nachvollziehen, dass vor dem Hintergrund des sich verschärfenden globalen Wettbewerbs eine europäische industriepolitische Perspektive in der Bahntechnik denkbar wäre. Nach unserer Einschätzung ist Siemens im Bereich Mobility gut aufgestellt, verfügt über moderne, hochproduktive Werke und erzielte im abgelaufenen Quartal eine zweistellige Ergebnis-Marge.

Für den Verein WIR für SIEMENS e.V. gehört Mobility zu Siemens, daher muss bei einem möglichen Joint Venture die industrielle Führung bei der Siemens AG liegen. Eine Minderheitsbeteiligung von Siemens ist für uns nicht nachvollziehbar, da bei diesen Konstellationen in der Vergangenheit überwiegend negative Erfahrungen gemacht wurden, insbesondere wenn Siemens die Rolle des Junior- Partners inne hatte. Darüber hinaus muss bei einem möglichen Joint Venture mehr Klarheit über die wirtschaftliche Situation hinsichtlich einer möglichen Neuaufstellung bei Bombardier hergestellt werden.

Laut Medienberichten gibt es bei Bombardier Transportation einen hohen Investitions- und Restrukturierungsbedarf.

WIR für SIEMENS fordert, dass die gesamte Sparte Mobility wesentlicher Bestandteil in der Strategie der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung (E-A-D) der Siemens AG ist und bleibt.

Bei Fragen rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Einfach über unsere Homepage oder unter der unten angegeben Adresse.

Mit freundlichem Gruß

Udo Becker, Prof. Dr. Rainer Sieg, Thomas Ahme

WIR-für-SIEMENS

01.03.2017 Info zu aktuellen Themen

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

in einem Interview in der Zeitung „Euro am Sonntag“ vom 12.02.2017 hat Joe Kaeser unter anderem einige Aussagen zu der Unternehmensstrategie der Siemens AG gemacht. Bezüglich eines Börsengangs der Sparte Healthineers zog er in Betracht, diesen in den USA durchzuführen. Dazu gebe es allerdings „noch keine abschließende Meinung.“

Was die Organisationsstruktur des Konzerns betrifft, stellte er die Frage, „wie groß kann ein einzelnes Unternehmen noch sein, wenn es erfolgreich sein will – und vor allem wie breit? Heute sind wir ein einzelner Tanker, wir müssen zu einem koordinierten und leistungsfähigen Flottenverband werden.“

Was die Breite des Unternehmens betrifft, sind wir der Meinung, dass Siemens gerade aufgrund seiner breiten Aufstellung als integrierter Technologiekonzern so stark aufgestellt ist. Damit können Risiken auf die Säulen des Unternehmens verteilt und Synergien geschaffen werden. Somit muss das Unternehmensmodell der Stammhauskonzern. Die Geschwindigkeit der Veränderungen nimmt zu, dabei darf aber nicht den Launen der Finanzmärkte nachgegeben werden, die nach schneller und kurzfristiger Gewinnmarge rufen. Vielmehr müssen nachhaltige und zukunftsfähige Perspektiven geschaffen werden, von denen auch die Mitarbeiter profitieren, denn sie erwirtschaften den Gewinn. Dafür steht Siemens und sein Gründer Werner von Siemens: Pioniergeist, Innovationen und soziale Verantwortung sowie hervorragende und motivierte Mitarbeiter gehören zusammen. Diese Werte teilen wir.

Bundeskanzlerin Merkel hat Siemens das „Flaggschiff der deutschen Industrie“ genannt. Gerade ein großes Schiff mag in bewegten Zeiten wie diesen schwer lenkbar erscheinen, entscheidend ist aber, dass es in stürmischer See stabil und bei vorausschauender Lenkung mit der Mannschaft für viele Unwetter gerüstet ist. Darüber hinaus ist es sichtbar. Das gilt auch für den Markenkern von Siemens. Eine Zergliederung in kleine Teile würde den Namen Siemens und die Werte des Unternehmens schwächen.

Es ist sicher richtig, verschiedene Optionen für eine Unternehmensentwicklung von Zeit zu Zeit zu prüfen. Doch oberstes Gebot dabei muss sein, dass SIEMENS mit seiner breiten Aufstellung erhalten bleibt und auch keine Risiken eingegangen werden, einzelne Geschäftsbereiche aus der unternehmerischen Gesamtverantwortung für den Konzern zu entlassen. Die Richtung muss nachhaltig, sozial und zukunftsfähig sein statt margengetrieben und kurzsichtig den Aufspaltungsforderungen einzelner Analysten und möglicherweise auch Ambitionen einzelner Managementvertreter nachzugeben.

Mit freundlichem Gruß

Udo Becker, Prof. Dr. Rainer Sieg, Thomas Ahme

WIR-für-SIEMENS

04.02.2017 Info zum Q1 2017 und zur Jahreshauptversammlung

München, 04.02.2017
Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer,

wir möchten Sie kurz über die Geschäftszahlen der Siemens AG vom ersten Quartal
Geschäftsjahr 2017 informieren. Darüber hinaus geben wir Ihnen eine Einschätzung zu einigen aktuellen Themen im Nachgang der Hauptversammlung, die aus unserer Sicht für unsere Mitglieder und die Entwicklung des Unternehmens relevant sind.

Geschäftszahlen: Sehr gutes Ergebnis, aber rückläufige Auftragseingänge
1. Der Auftragseingang ist um 14% auf vergleichbarer Basis gegenüber Q1 GJ 2016 gefallen.
2. Die Umsatzerlöse sind um 3% gestiegen.
3. Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts ist im Vorjahresvergleich um 26% auf 2,5 Mrd. € angestiegen.
4. Die bisherige Erwartung für die Ergebnismarge im Geschäftsjahr 2017 wird von bislang 10,5% bis 11,5% auf 11,0% bis 12,0% angehoben.

Am 1. Februar fand die Jahreshauptversammlung der Siemens AG statt.
Hier eine kurze Einschätzung der Themen, die von uns auf der Hauptversammlung angesprochen wurden:
Healthineers:
WIR für SIEMENS fordert, dass die Aktienmehrheit nach einem Börsengang deutlich bei Siemens verbleibt. Aus Sicht von Herrn Kaeser wird der Börsengang vorbereitet, konkrete Details für die Börsenpläne sind jedoch offen.
Unsere klare Forderung bleibt, dass die Medizintechniksparte Healthineers weiterhin zum Kerngeschäft von Siemens gehören und auch langfristig im Konzern bleiben muss.

Mobility:
Zu der Frage, ob Mobility weiterhin langfristig zum Portfolio der Siemens AG gehört, betonte Herr Kaeser die hervorragende Aufstellung der Sparte. Jedoch hat sich ein chinesischer Wettbewerber gebildet, der aufgrund seiner Größe die Branche insgesamt verändert und Mobility vor massive Herausforderungen stellt. WIR für SIEMENS fordert, dass dies als eine Herausforderung angenommen wird und die Sparte wesentlicher Bestandteil in der Strategie der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung (E-A-D) ist.

PG:
Auf die Frage, wie die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Standorte bei PG gestärkt werden können, verwies Herr Kaeser auf ein herausforderndes Marktumfeld und beschrieb das veränderte Nachfrageverhalten der Kunden hin zu dezentralen Anlagen. WIR für SIEMENS fordert hier mehr Innovationskraft, um die Division langfristig zukunftsfest zu machen. Diesbezüglich vermissten wir klare Aussagen.

Die Rede von Udo Becker ist im Anhang als PDF hinterlegt.

Bei Fragen rufen Sie einfach an, Udo Becker (Vorsitzender des Vereins 0174 1913 530) bzw. Prof. Dr. Rainer Sieg    (0171 8653 860) oder schreiben Sie uns: vorsitzender@wir-für-siemens.de

Beste Grüße
Udo Becker, Prof. Dr. Rainer Sieg, Thomas Ahme

Download: Rede-JHV-2017_U.-Becker 

Einladung zur Mitgliederversammlung

Einladung zur Mitgliederversammlung am 25.11.2016
Ort: Berlin Hotel Estrel Convention Center Raum „Nizza“ (Flügel 1, EG). Zeit: 10:00 bis ca. 12:00 Uhr

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Abstimmung der Tagesordnung
  2. Bericht des Vorstandes
  3. Bericht der Kassenprüfer
  4. Entlastung Vorstandes
  5. Diskussion und Vorschläge zur Vereinsarbeit/Mitgliedergewinnung 2017
  6. Diskussion und Vorschläge für Siemens HV 2017
  7. Anträge:
    1. Beschlussfassung über Satzungsanträge von Mitgliedern (falls eingereicht wird)
    2. Beschlussfassung über Anträge zur Hauptversammlung der Siemens AG (falls eingereicht wird)
    Anträge können von jedem Mitglied gestellt werden.
    (Wir bitten Vorschläge zu Punkt 7 a+ b rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung einzureichen).
  8. Ermächtigung des Vorstandes, kurzfristig auf aktuelle Themen bei der Hauptversammlung der Siemens AG zu reagieren und in diesem Zusammenhang eigenständig Anträge stellen zu können.
  9. Verschiedenes

Mit freundlichem Gruß

WIR-für-SIEMENS e.V. 1. Vorsitzender Udo Becker Telefon 0174 / 1913530 Mail: vorsitzender@wir-für-siemens.de

12.11.2016 – Informationen zum 4. Quartal 2016

Liebe Mitglieder und sehr geehrte Unterstützer, wir möchten Sie/Euch über die Geschäftsentwicklung der Siemens AG zum Ende des Geschäftsjahres 2016 informieren. Darüber hinaus geben wir eine kurze Einschätzung zu einigen aktuellen Themen, die für die Entwicklung des Unternehmens aus unserer Sicht relevant sind. Geschäftszahlen: Positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung Das operative Ergebnis (Industrielles Geschäft) im Geschäftsjahr 2016 erzielt mit 8,6 Mrd. € einen neuen Höchstwert. Der Umsatz liegt mit 81,1 Mrd. € um 5% höher als im Vorjahr Mit Ausnahme der Division PD (Process Industries and Drives) erreichen alle Divisionen die anvisierten Gewinnziele. Bei PD sind Geschäftsvolumen und Ertragslage weiter rückläufig. Das Geschäft wird derzeit restrukturiert. Wir fordern, dass die Einheit nachhaltig saniert wird. Dies darf nicht auf Kosten etablierter Standorte und ihrer Mitarbeiter gehen! Das Ergebnis je Aktie: mit 6,74 € ein super Wert! Von dem Gewinn sollten Aktionäre und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren. Übergeordnetes Ziel ist daneben eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Insbesondere höhere Investitionen in Zukunftstechnologien sowie eine Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten steigern dabei den Wert des Unternehmens langfristig.Aktuelle Themen: • Geplanter Börsengang der Medizintechniksparte Healthineers:
Bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das 4. Quartal und des vorläufigen Ergebnisses des Geschäftsjahrs 2016 hat Siemens bekannt gegeben, sein Gesundheitsgeschäft an die Börse zu bringen. Die Ausrichtung des Geschäfts auf mehr Wachstum ist nachvollziehbar. Fraglich bleibt jedoch warum dazu ein Börsengang notwendig ist. In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass über die Kontrollgremien von Siemens Einfluss auf die Steuerung des Geschäfts genommen werden kann. Wir fordern, wie schon auf der Siemens Hauptversammlung im Januar 2016: Die Medizintechniksparte Healthineers muss weiterhin zum Kerngeschäft von Siemens gehören und auch langfristig im Konzern bleiben. • Strategische Allianz mit Bentley Systems und Erwerb von Aktien im Wert von 70 Mio €
Der Verein begrüßt die angekündigte Stärkung im Bereich der industriellen Digitalisierung. Das ist ein wachstumsstarkes Geschäft. Neben der Beteiligung an andren Unternehmen sollte die interne Weiterentwicklung dieses Geschäfts vorangetrieben werden. Das schließt neben innovativen Angeboten auch eine bessere Marktausschöpfung sowie die Erschließung zusätzlicher Kundengruppen ein. Wir wünschen allen Mitgliedern eine gute Zeit und hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme auf unserer Hauptversammlung am 25. November 2016 in Berlin. Bei Fragen rufen Sie einfach Udo Becker (Vorsitzender des Vereins, 0174 1913 530) bzw.
Prof. Dr. Rainer Sieg (0171 8653 860) an oder schreiben Sie uns: vorsitzender@wir-für-siemens.de Beste Grüße Udo Becker     Prof. Dr. Rainer Sieg     Thomas Ahme
Download: info_4q_wfs

16.05.2016 – Infos zum Provider- und Bankenwechsel bei SIEMENS

Sehr geehrte Unterstützer und liebe Mitglieder,

im Anhang einige Informationen im Zusammenhang mit dem Providerwechsel / Bankenwechsel für die Administration des Siemensaktienprogramms, diese Information ist speziell für Mitarbeiter mit Aktien aus dem Siemens Mitarbeiterprogramm.

Einen Stand zu den bisher gelaufenen Aktivitäten von unserem Verein WIR-für-SIEMENS haben wir für Sie zur Information nachfolgend zusammengestellt:

Wir sind mit unserem Verein auf einem guten Weg und haben seit der Gründung im Dezember 2015 einige Hürden gemeistert. Besonders verwaltungstechnische und organisatorische Barrieren waren zu bewältigen.

Was die Themen von der Mitgliederentwicklung bis zur internen Arbeitsgestaltung betrifft, sind wir ein gutes Stück weitergekommen. Darüber hinaus arbeiten wir weiter daran, unsere Homepage und insgesamt unsere Kommunikation auszubauen. Auch hier liegt noch einiges vor uns, aber wir arbeiten auch daran. Zurzeit sind wir mit einem Dienstleister am Aufbau einer Datenbank zur Übernahme von allen Standardverwaltungsaufgaben.

Auf der Siemens Hauptversammlung haben wir unser Programm und unsere Ausrichtung zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Die Rede von unserem 1. Vorsitzenden, Udo Becker ist auf unserer Homepage hinterlegt. Insgesamt haben wir dabei klar gemacht, dass nur eine langfristige und nachhaltige Entwicklung das Unternehmen stärkt. Auf der Hauptversammlung und in einem Gespräch mit Herrn Kaeser haben wir im Vorfeld der Veranstaltung unsere Ziele klar adressiert:

  • Siemens langfristig erhalten – Zerlegung in Raten verhindern
  • In Zukunftstechnologien investieren – Pioniergeist stärken
  • In Generationen denken – nicht in Quartalen
  • Wertschöpfung in Deutschland und Europa ausbauen – heimische Standorte stärken
  • Für mehr Verlässlichkeit und Vertrauen sorgen – Unternehmenskultur weiterentwickeln
  • Ausbau der Mitarbeiteraktienprogramme – Beteiligung der Mitarbeiter erhöhen

Diese Ziele werden wir weiterhin einfordern. Dabei sind wir als Verein auch auf Veranstaltungen zu unseren Themen sichtbar. So hat die Rheinische Post zum Thema Digital-Gipfel eine Podiumsdiskussion mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Joe Kaeser veranstaltet. Hierzu wurde  unser Verein ins Auditorium eingeladen und durch den Vorstand vertreten.

Darüber hinaus werden wir unsere Aktivitäten auch im Bereich unserer Studienaktivitäten intensivieren. In Zusammenarbeit mit der Hans-Böckler-Stiftung wird gerade die Studie „Belegschaftsaktien und Belegschaftsaktionäre in deutschen Großunternehmen -Herausforderungen und Chancen für die Mitbestimmung“ unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Steger der Universität Regensburg umgesetzt. Im Zentrum der Studie stehen dabei vor allem drei Ziele bzw. Motive – die Einkommens- und Vermögenssteigerung, die Stärkung der Mitbestimmung und die Entwicklung eines Ankeraktionärs. Über den weiteren Verlauf dieser Arbeit werden wir informieren.

Auch unser Beirat wird gemäß § 10 (2) „Die Zusammensetzung des Beirats soll die verschiedenen Gruppen der Mitglieder in den Sektionen repräsentieren (z.B. Mitbestimmter Kreis, Leitende Angestellte, Pensionäre, Auszubildende)“ unserer Satzung verstärkt. Die Weiterentwicklung der Vereinsarbeit soll von Sebastian Bode und  Gunnar Zukunft, der sehr gute Kontakte zu den Konzerngesellschaften pflegt, sowie einer weiteren Persönlichkeit aus dem Kreis der Leitenden Angestellten unterstützt werden.

Was die Mitgliederentwicklung unseres Vereins betrifft, so sind wir auch hier auf einem sehr guten Weg, dennoch könnten wir gerne ein paar Mitglieder mehr sein. Bei der Hauptversammlung wurden rund 1.000 Aktionäre durch uns vertreten. Bei den Stimmrechtsvertretungen sind wir auf einem guten Weg, auch nach der Hauptversammlung, bzw. bis heute erreichen uns immer noch Abtretungen.

Wir hoffen, dass wir bis zu unserer Hauptversammlung im November diesen Jahres, über die wir im Vorfeld noch informieren werden, viele weitere Hürden überwinden und in unserem Ziel, die langfristige und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu stärken, gemeinsam vorankommen.

Gerne stehen wir für Rückfragen und Anregungen bereit.

Udo Becker          Dr. Rainer Sieg         Thomas Ahme

Download: WfS-Info zum Providerwechsel bei SIEMENS 

02.02.2016 – Hauptversammlung 2016

Liebe Mitglieder, liebe Förderer und liebe Interessierte,

nachdem unser Verein alle formellen Hürden für seine Anmeldung überwunden hatte, ist er im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 2016 zum ersten Mal in die unternehmenspolitische Arena gestiegen.

Udo Becker, langjähriger Betriebsratsvorsitzender bei Siemens in Düsseldorf und amtierender Vorsitzender von WIR für SIEMENS nutzte die Gelegenheit, zu aktuellen Entwicklungen im Unternehmen und geplanten Vorhaben des Vorstandes Stellung zu nehmen. Im Folgenden haben wir seinen Redebeitrag dokumentiert.

Bitte scheuen Sie sich auch in Zukunft nicht, sich mit ihren Fragen zu unserem Verein direkt an die Ansprechpartner des Vorstandes und in den Regionen zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Vorstandsmitglieder

Download: Rede von Udo Becker

30.09.2016 – WfS bedauert Abgang von Prof. Dr. Russwurm

Der Verein WIR für SIEMENS e.V. bedauert, dass Herr Prof. Dr. Russwurm im März 2017 die Siemens AG verlassen wird. Während seiner langjährigen Tätigkeit für unterschiedliche Einheiten der Siemens AG hat er seine fachliche Kompetenz stets für das Unternehmen eingesetzt.  In der Belegschaft wird er sehr geschätzt. In seiner Leitungsfunktion bei der Corporate Technology hat er besonders die Arbeitsgebiete Technologie und Innovationen vorangetrieben. Wir gehen davon aus, dass nach seinem Ausscheiden diese Themen auch zukünftig zentrale Bestandteile der Unternehmensstrategie sein werden.

Unabhängig von möglichen personellen Veränderungen haben uns viele Vereinsmitglieder ihre Sorgen mitgeteilt, wie es bei Siemens Healthineers – der Medizintechniksparte von Siemens – weitergehen wird. Für uns ist klar, was Vereinsvorstand Udo Becker auf der letzten Hauptversammlung der Siemens  AG gesagt hat: „Healthcare gehört zum Portfolio und einer breiten Aufstellung und muss im Konzern bleiben.“

Der Verein WIR für SIEMENS e.V. wünscht Herrn Prof. Dr. Russwurm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

Udo Becker
Vorstandsvorsitzender von WfS

09.08.2016 – Informationen zum 3. Quartal 2016

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Unterstützer und Interessierte,

wir möchten Sie heute kurz über die Geschäftszahlen des 3. Quartals 2016 der Siemens AG informieren.

Geschäftszahlen: Positive Volumens- und Ergebnisentwicklung

  • Auftragseingang im dritten Quartal um 6% auf 21,1 Mrd. € gestiegen
  • Umsatzerlöse mit 19,8 Mrd. € um 5% höher
  • Ergebnis des Industriellen Geschäfts im Vorjahresvergleich um 20% auf 2,2 Mrd. € angestiegen
  • Steigerung der Ertragsprognose: Ergebnis je Aktie in einer Spanne von 6,50 bis 6,70 €

Mit diesen Zahlen sind natürlich alle Anteilseigner hoch zufrieden. Auch wir von WIR für SIEMENS sehen diese Zahlen sehr positiv. Da wir uns aber grundsätzlich für Langfristigkeit einsetzen, möchten wir Ihnen darüber hinaus eine Einschätzung zu einigen aktuellen Themen geben, die aus unserer Sicht für unsere Mitglieder und die Entwicklung des Unternehmens relevant sind:

Innovationsinitiativen und globale Ausrichtung
Siemens ist ein deutsches Unternehmen mit internationaler Ausrichtung und profitiert insgesamt von der Innovationskraft der in Deutschland Beschäftigen. Wir begrüßen die Planung über fünf Jahre etwa eine Milliarde zusätzlich in Innovationen zu investieren. Dabei kann auf der Basis der bewährten Strukturen in Deutschland/Europa die globale Ausrichtung weiter erfolgreich sein. Dazu ist es notwendig, dass die gesamte Wertschöpfungskette erhalten wird. Darüber hinaus muss der Vertrieb gestärkt werden, um wieder näher an den Kunden zu sein.

Ausrichtung der Windsparte
Das geplante Joint-Venture mit dem spanischen Windkraftanlagenbauer Gamesa begrüßen wir. Siemens muss eine aktive Rolle bei der Konsolidierung dieser Branche spielen. Mit dem Zusammenschluss kann der zukunftsfähige Bereich der Windenergie bei Siemens langfristig weiterentwickelt werden. Allerdings muss der Einfluss auf das Joint-Venture langfristig seitens Siemens gesichert werden und erhalten bleiben.

Umbau des Unternehmens
Die weiter anhaltenden Um- und Abbaumaßnahmen des Vorstandes stellen keine langfristige und nachhaltige Strategie dar. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Unternehmen dieser Größe in Bewegung bleibt, dabei müssen aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgenommen werden. Ein stabiles Umfeld ist die beste Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung von Siemens. Davon profitieren die Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre gleichermaßen.

Wir wünschen allen Mitgliedern eine ruhige und erholsame Urlaubszeit. Sollten Sie weitere Informationen wünschen oder Fragen haben, rufen Sie uns einfach an oder kontaktieren Sie uns gerne per Mail.

Beste Grüße

Udo Becker     Prof. Dr. Rainer Sieg     Thomas Ahme